Spirulina Wirkung, Dosierung und Erfahrung

Spirulina Wirkung, Dosierung und Erfahrung

Viele Menschen machen den Fehler und vergleichen die Spirulina mit einer Alge. Doch das ist sie nicht. Sie geh√∂rt zu den Cyanobakterien. F√ľr den Menschen enthalten sie wertvolle Bestandteile, die man sich gesundheitlich zunutze machen kann. Wir erkl√§ren, woraus sie bestehen, was sie enthalten und vor allem, wie sie unserer Gesundheit zutr√§glich sein k√∂nnen. Denn innerhalb der letzten Jahre hat das Superfood immer mehr Anh√§nger gefunden.

Was sind Spirulina?

Die Spirulina geh√∂rt zur Gattung der Cyanobakterien und erstreckt sich √ľber insgesamt 35 Arten. Sie ist keine Alge, wie oftmals wegen der gr√ľnen Farbe angenommen wird, sondern eine Bakterie, die einen sehr hohen N√§hrstoffgehalt aufweist. In ihrer Form ist sie mehrzellig und wendelf√∂rmig. Sie hat einen Durchmesser von 1 bis 5 Mikrometer und eine L√§nge von 1 bis 3 Mikrometern. Sie kommen auf nat√ľrliche Art vor allem innerhalb von Salzseen vor, die einen pH-Wert von etwa 9 bis 11 aufweisen, sind aber auch im S√ľ√üwasser zu finden. Ihren nat√ľrlichen Lebensraum haben die Bakterien in Mittelamerika, Afrika, Australien und S√ľdostasien.

Ihre Kultivierung ist seit einigen Jahren ebenso √ľblich, wo sie in einer Wassertemperatur von 37 Grad Celsius produziert wird. Hierbei ist eine sehr schnelle Produktion m√∂glich, weil das Wasser zus√§tzlich mit unterschiedlichen Stoffen angereichert wird, welche die Bakterien noch besser gedeihen lassen.

Spirulina Nährstoffe Baktierien

Wie lauten die Spirulina Inhaltsstoffe?

Was das Superfood so beliebt macht, sind die Inhaltsstoffe. Spirulina enthält sehr viele Proteine, Kohlenhydrate und dabei nur wenig Fette. Zusätzlich sind auch noch wichtige Substanzen in den Bakterien enthalten:

  • essentielle Aminos√§uren
  • Beta-Carotin
  • B-Vitamine
  • Vitamin A
  • Vitamin E
  • Calcium
  • Eisen
  • Magnesium

Besonders herausstechend ist dabei immer die Angabe, dass Spirulina besonders viel Vitamin B12 enth√§lt. Dazu kommt auch eine Fehlinformation der deutschen Presse, die zum Teil Angaben machte, es sei Microcystin enthalten. So wurde vor Produkten mit Spirulina gewarnt. Inzwischen hat sich dieses Ger√ľcht jedoch als Unwahrheit herausgestellt.

Kohlenhydrate Beta Carotin Calcium

F√ľr was werden Spirulina verwendet?

Das Superfood ist besonders im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel beliebt geworden. Sie werden in unterschiedlichen Formen angeboten. So beispielsweise als Pulver oder Tabletten. Zusätzlich steckt es in vielen Lebensmitteln drin, wird dort allerdings häufig als Chlorella bezeichnet. Im Rahmen der Nahrungsergänzungsmittel wird die Bakterie hauptsächlich wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin B12 gelobt und somit als richtiger Vitamin-Booster angepriesen. Sie soll krankheitslindernde Effekte besitzen, dazu ist sie bei Diabetikern bekannt als Blutspiegelkontrolleur.

Allerdings ist es inzwischen gesetzlich festgelegt, dass diese Werbung nicht mehr gemacht werden darf. Bez√ľglich der Gesundheit werden ihr jedoch auch Effekte im Kampf gegen Krebs zugeschrieben. Auch soll sie gegen Viren k√§mpfen und bei Allergien hilfreich sein. Fakt ist, dass es eine Studie in der T√ľrkei gab, in der belegt werden konnte, dass beispielsweise bei der Einnahme von Spirulina auch Allergieerscheinungen deutlich gemildert werden konnten. So verlief der Juckreiz bei den Probanden lange nicht so heftig wie ohne das Superfood.

Wie läuft die Spirulina Anwendung ab?

Das praktische ist, dass es Spirulina inzwischen in vielerlei Formen gibt, um sie einzunehmen. In manchen Nahrungserg√§nzungsmitteln ist sie bereits enthalten. M√∂chte man sie separat einnehmen, kann man entweder Presslinge nutzen oder ein Pulver, welches man in Wasser aufl√∂sen kann. Typisch ist √ľbrigens auch ihr Geschmack, der etwas derbe oder bitter ist. Daher bevorzugen die meisten die Form der Tabletten, die einfach geschluckt werden. Je nachdem kann man das Pulver aber auch ganz einfach ins M√ľsli geben, wenn man den Geschmack nicht allzu st√∂rend findet. Die Empfehlungen gehen hierbei sehr weit auseinander.

So empfehlen manche eine Menge zwischen 1,5 und 6 Gramm pro Tag, während andere sogar Mengen zwischen 10 und 50 Gramm pro Tag als gut empfinden.

Pulver Anwendung Tabletten

Können Spirulina Nebenwirkungen haben?

Insgesamt lassen sich nur wenige bis gar keine Nebenwirkungen beim Verzehr des Superfood beobachten. Es gibt jedoch Stimmen, die auch behaupten, dass manche Menschen eine mögliche Allergie gegen sie entwickeln. Die Verbraucherzentrale warnt auch davor, dass die Cyanobakterien auch mit anderen Bakterien in Kontakt kommen könnten, was sie wiederum verunreinigt. Hierzu gehören beispielsweise Darmbakterien. Auch können Kleinstlebewesen die Reinheit des Produkts beeinflussen, beispielsweise Wasserflöhe. Man kann sich dementsprechend nie genau sicher sein, ob in den Nahrungsergänzungsmitteln die pure Spirulina enthalten ist.

Es gibt jedoch Anlagen, die geschlossen bleiben und somit eine m√∂glichst hohe Reinheit gew√§hrleisten. Innerhalb der letzten Jahre wurde auch leider immer wieder davon berichtet, dass es eine hohe Verunreinigung mit aromatischem Kohlenwasserstoff bei dem Superfood g√§be, was darauf zur√ľckzuf√ľhren sei, dass die Trocknung unsachgem√§√ü vonstatten gegangen sei.

Wissenschaftliche Qualitätsmerkmale

Im Rahmen mancher Studien fiel die Bakterie nicht gro√ü auf. Hier wurde getestet, ob der Vitamin B12 Gehalt wirklich so hoch sei, wie es oftmals im Rahmen von Superfood angepriesen wird. Hierbei fand man schlie√ülich heraus, dass von den 80 Prozent Vitamin B12, die in den Tabletten enthalten seien, nur etwa 20 Prozent f√ľr den Menschen verwertbar sind. Dementsprechend l√§sst sich darauf schlie√üen, dass auch andere Nahrungsmittel genauso gut sind wie Spirulina, wenn es um eine gute Versorgung mit dem Vitamin geht. F√ľr Vegetarier hingegen sind sie kein guter Ersatz. Innerhalb von Deutschland gibt es zudem keinerlei zugelassenen Arzneimittel mit dem Superfood.

Vegetarier Nahrungsmittel Bakterien

Kann ich selbst Spirulina anbauen?

Wer ganz sichergehen m√∂chte, kommt sicherlich auf die Idee, man k√∂nne Spirulina selbst anbauen, die sich dann zum Verzehr eignet. Hierzu verwenden die meisten ein handels√ľbliches Aquarium. Das eingef√ľllte Wasser muss anschlie√üend mit unterschiedlichen Mineralstoffen angereichert werden, um der Bakterie das richtige Futter zu liefern. Es muss in jedem Fall enthalten:

  • Natriumbicarbonat
  • Magnesiumsulfat
  • Kaliumnitrat
  • Zitronens√§ure
  • Salz
  • Urea
  • Kalziumchlorid
  • Eisensulfat
  • Ammoniumsulfat

Anschließend ist es erforderlich, dass man eine Spirulinakultur beschafft, die man häufig in einem Naturkostladen kaufen kann. Wichtig beim Kauf ist, dass sie aus einer seriösen Quelle stammen und nicht zusätzlich mit etwaigen Schwermetallen oder ähnlichem belastet sind. Das Wasser wird mit dem Mineralmix vorbereitet und auf eine Temperatur von 35 Grad aufgeheizt. In der Regel erreicht man dies beispielsweise mit einer normalen Aquarienheizung. Das Wasser sollte zusätzlich auch entchlort werden (entsprechende Zusätze gibt es im Fachhandel). Ein pH-Wert von 10 ist empfehlenswert (lässt sich mit Teststäbchen kontrollieren). Die Kolonie beginnt zu wachsen.

Nach drei bis sechs Wochen erfolgt dann die Ernte, die einfach herausgeschöpft und abgeseiht wird. Um den Bestand im Aquarium zu erhalten, ist es wichtig, hinterher wieder eine gewisse Menge an Mineralien-Mix hineinzugeben.

Externe Quellenhinweise
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Spirulina
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