Jojo-Effekt: Was das ist und wie man ihn vermeiden kann

Jojo-Effekt: Was das ist und wie man ihn vermeiden kann

Jo-Jo-Effekt: Was ist das und wie kann man ihn vermeiden?

Jo-Jo-Effekt

jarmoluk / Pixabay

Schlank sein, straffe Haut und perfekte Z√§hne sowie eine positive Grundeinstellung zu Genuss, Konsum und Leben haben: So oder so √§hnlich wird der ideale Lifestyle im TV und in den Medien angepriesen. Jedoch scheitern die meisten Menschen daran, ihre Ern√§hrung ihrem t√§glichen Energieverbrauch anzupassen. Laut der deutschen Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung (DGE) sind die Deutschen dicker als jemals zuvor. Um vor allem dem Sch√∂nheitsideal der schlanken Linie zu entsprechen, sind m√∂glichst effektive Di√§ten ein Dauerthema.

Hinter diesen Di√§ten verbirgt sich jedoch eine Falle in Form des sogenannten ‚ÄěJo-Jo‚ÄďEffekts‚Äú. Dabei ist der Ausdruck den meisten Menschen bekannt, jedoch fehlt es am Verst√§ndnis des verbl√ľffend einleuchtenden Wirkungsprinzips.

Arten von Diäten

Es gibt zwei Formen von Di√§ten: Die vor√ľbergehende Ver√§nderung der Essgewohnheiten zur Gewichtsreduktion (Reduktionsdi√§t) und die langfristige Umstellung der Ern√§hrung zur Vermeidung und Verbesserung von Erkrankungen und Lebensmittelunvertr√§glichkeiten. Der Jo-Jo-Effekt tritt im Regelfall nach den Reduktionsdi√§t auf.

Was ist der Jo-Jo-Effekt?

Die Wirkungsweise des Jo-Jo-Effekt ist folgende:

  • Im Rahmen einer vor√ľbergehenden Reduktionsdi√§t verliert der K√∂rper Gewicht durch die Unterversorgung mit Energie in Form von Nahrung.
  • Als angemessene Reaktion darauf f√§hrt der Organismus den Energieverbrauch l√§ngerfristig herunter (dieser Mechanismus hilft dem Menschen, in Hungerperioden zu √ľberleben).
  • Nach Erreichen des Wunschgewichtes oder dem Abbruch der Reduktionsdi√§t werden alte Ern√§hrungsgewohnheiten wieder aufgenommen und treffen auf den nun verminderten Energiebedarf des K√∂rpers.
  • Die alte Ern√§hrungsweise, die bereits vor der Reduktionsdi√§t zu √úbergewicht gef√ľhrt hat, trifft auf einen noch niedrigeren Energiebedarf.
  • Das K√∂rpergewicht steigt √ľber den Wert vor Beginn der Di√§t. Dieses Auf und Ab des Gewichts wird treffenderweise als Jo-Jo-Effekt bezeichnet.

Den Jo-Jo-Effekt vermeiden

Reduktionsdi√§ten sind also nicht geeignet, um zum einen dem Jo-Jo-Effekt zu entgehen und zum anderen das eigentliche Ziel der Di√§t ‚Äď eine langfristige Gewichtsreduktion ‚Äď zu erreichen.

Die Lösung zum individuellen Idealgewicht liegt in der Abstimmung der persönlichen Energieversorgung auf den tatsächlichen Energiebedarf. Vereinfacht gesagt, darf man nur soviel Essen, wie man tatsächlich verbrauchen kann.

Energiebedarf = Energieverbrauch -> stabiles Gewicht

Der individuelle Energiebedarf setzt sich zusammen aus dem Grundumsatz und dem Leistungsumsatz. Der Grundumsatz wird durch den Körper verbraucht, um alle lebenswichtigen Funktionen wie Atmung und Wärmehaushalt zu regeln. Die Höhe des zusätzlichen Leistungsumsatzes hängt davon ab, wie viel körperliche Betätigung am Tag stattfindet. Bewegung und Sport erhöhen den Energiebedarf, sodass mehr Nahrung aufgenommen werden muss.

Ansatzpunkte f√ľr eine langfristige Gewichtsreduktion

Aus den vorigen Erläuterungen lassen sich mehrere Ansatzpunkte ableiten, mit denen das Idealgewicht erreicht werden kann:

  • Verzicht auf Reduktionsdi√§ten, um Anpassungen des K√∂rpers auf k√ľnstliche Hungerperioden zu vermeiden. Dadurch bleiben Sie verschont vom Jo-Jo-Effekt.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ern√§hrung: Verzicht auf hoch-energetische Lebensmittel, die mit √ľberm√§√üigem Zucker und Fetten angereichert sind. Decken des Energiebedarfs mit nat√ľrlichen Lebensmitteln, die eine optimale N√§hrstoffversorgung erm√∂glichen. Weitere Information gibt es bei der deutschen Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung (DGE)
  • Bewegung h√§lt gesund und erh√∂ht den Energiebedarf. Als allgemeine Empfehlung gelten mindestens 30 Minuten k√∂rperliche fordernde (erh√∂hter Puls) Bet√§tigung pro Tag.
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